Julius-Wagner-Medaille für Dr. Günter Kirchberg

Dr. Frank-M. Czapek
Laudatio Dr. Günter Kirchberg
Gotha 29. September 2012

Meine Damen und Herren,

kann es einen besseren Rahmen geben, eine verdiente Persönlichkeit aus unseren Reihen mit der höchsten Auszeichnung, die wir vergeben, der Julius-Wagner-Medaille, auszuzeichnen, als diese Veranstaltung zur 100-Jahr-Feier unseres Verbandes in Gotha…?

Zugegeben, Günter Kirchberg hat etwas lange warten müssen, aber der heutige Tag ist es Wert, erwartet zu werden, und du lieber Günter, bist es Wert, in dieser besonderen Feier heute geehrt zu werden für deine lange und inhaltsreiche ehrenamtliche Arbeit.

Seit den 1960er Jahren beeinflussten tief greifende und in rascher Folge eingeführte Reformen die Entwicklung des Bildungswesens in der Bundesrepublik Deutschland nachhaltig. Das Schulwesen allgemein und damit auch und besonders der geographische Unterricht drifteten auseinander.

Der Geschäftsführende Vorstand des VDSG sah sich zu einer Bestandsaufnahme und laufenden Beobachtung der Entwicklung veranlasst. Er beauftragte damit den Studiendirektor Günter Kirchberg, damals Fachleiter für Erdkunde am Staatlichen Studienseminar Speyer und später dann dessen Leiter, als Fachreferenten für Lehrplanfragen.

Günter Kirchbergs Verbandsarbeit sollte dazu beitragen, die Positionen des VDSG insbesondere im pädagogischen Disput zu definieren und zu begründen.

Günter Kirchberg ermittelte und verglich in allen Ländern der Bundesrepublik Deutschland sowie im weltweiten Rahmen Entwicklungstendenzen der Fachdidaktik. Er sammelte, sichtete und typisierte Curricula, und er vermittelte durch unzählige Vorträge und Diskussionsbeiträge sowie in über einhundert Beiträgen in der Fachliteratur seine Erkenntnisse. Damit wurde es möglich, Vorständen und Mitgliedern aus den Landesverbänden des VDSG abgesicherte Argumentationen an die Hand zu geben, mit denen diese in der Öffentlichkeit, insbesondere auch gegenüber schulischen Administrationen sachgerecht informiert und postioniert auftreten konnten.

Günter Kirchberg gab zudem wesentliche Impulse und Ideen, um ein didaktisches Auseinanderklaffen im Fach einzuschränken. Seine Tätigkeit beförderte die Koordination von Grundaussagen.

Im Sinne Julius Wagners, des Namensgebers unserer höchsten Auszeichnung, kümmerte sich Günter Kirchberg gewissenhaft und zum großen Nutzen um die Ziele des Verbands Deutscher Schulgeographen.

Er hat den Geographie-Unterricht inhaltlich und methodisch geprägt. Seine Entwürfe, Konzeptionen und Auffassungen fanden im gesamten VDSG Zustimmung, weil sie auf Sachkenntnis beruhten und zum Ausgleich beitrugen.

Daher formuliert der Verband Deutscher Schulgeographen e.V. seine Würdigung Günter Kirchbergs im Text der Urkunde zur Verleihung der Julius-Wagner-Medaille wie folgt:

 Der
Verband Deutscher Schulgeographen e.V.
verleiht
Herrn Oberstudiendirektor a. D.
Dr. Günter Kirchberg

in dankbarer Anerkennung und Würdigung seiner herausragenden Verdienste um die Didaktik der Geographie in Wort und Schrift sowie für
seinen außerordentlichen Einsatz für den Erhalt, die Stärkung und Förderung
des Schulfaches Geographie und der geographischen Bildung
und Nachhaltigkeitserziehung die

Julius-Wagner-Medaille.

Gotha, am 29. September 2012

Dr. Frank-Michael Czapek                     Dr. Wolfgang Gerber
1.Vorsitzender                                         2. Vorsitzender

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Interview der “Rheinpfalz” mit Dr. Günter Kirchberg
aus Anlass der Verleihung der Julius-Wagner-Medaille.

 

 

 

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